Kompetenzmanagement Personalentwicklung

Lernen wie im Flugsimulator –
Mit Planspielen zum Unternehmenserfolg

Kinderpilotenflugzeug mit Flugträumen von Reisen im Sommer in der Natur bei Sonnenuntergang

Würden Sie gerne in einem Flugzeug reisen, dessen Pilotin bisher nur theoretische Schulungen absolviert hat? Vermutlich nicht. Viele Unternehmen agieren jedoch in der Ausbildung ihrer Führungskräfte und Schlüsselmitarbeiterinnen genau so.

Häufig bekleiden Mitarbeiterinnen Führungspositionen, ohne grundlegende betriebswirtschaftliche Zusammenhänge verstanden zu haben oder erfolgsentscheidende Kennzahlen und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Aufgabengebiet anwenden zu können. Die neue Generation der Lernmethode „Planspiele“ ermöglicht Führungskräften praxisnahes, individuelles und nachhaltiges Lernen.

Planspiele als Performancebooster:

„Ich höre und ich vergesse. Ich sehe und ich erinnere mich. Ich tue und ich verstehe.“ —  Konfuzius

Theorie vermittelt die gewünschten Lerninhalte, aber auch ausreichend Zeit für praktische Übungen sollte in Seminaren gegeben sein. Genau hier setzen Planspiele an. Gut konzipierte Planspiele schaffen bereits im Training Erfahrungswerte und damit Sicherheit für die Praxis. Um auf unser Beispiel zurückzukommen, trainieren sie wie Pilotinnen in einer Simulation. Sie sollen und dürfen Fehler machen, daraus lernen und es gleich noch einmal versuchen. Das Motto lautet darum: „Learning business by doing business“.

Viele Unternehmen sind sich bereits der Vorteile alternativer Lernmethoden bewusst und setzen darum gerade im Bereich Führungskräfte- und Talententwicklung auf Planspiele. Bei BWL-Planspielen tauchen die Teilnehmerinnen beispielsweise in konkrete (Business-) Szenarien ein: Sie schlüpfen in die Rolle einer CEO und müssen Entscheidungen für den erfolgreichen Fortbestand des Unternehmens treffen. Diese umfassen unter anderem Gehaltsentscheidungen, Marketingmaßnahmen, Projektmanagement und Erfolgsrechnungen. Durch die Entwicklung von Strategien mittels Markt- und Wettbewerbsanalysen wird das unternehmerische Denken und Handeln realistisch und effizient trainiert. Für bestehende und zukünftige Managerinnen und Führungskräfte ist eine komplexe Business-Simulation also ideal. Sie können ihr unternehmerisches Denken und Handeln verbessern und das Gelernte sofort auf ihren eigenen Arbeitsbereich transferieren.

Spielerische Kompetenz

Unternehmerisches Denken ist mittlerweile für viele Mitarbeiterinnen in Unternehmen Voraussetzung, um neue Herausforderungen am Markt meistern zu können. Insbesondere Führungskräfte sind gefragt, Ziele, Strategien und Werte ihres  Unternehmens zu kennen, zu verstehen und letztendlich ihrem Team vorzuleben.

Führende Handelskonzerne, Infrastrukturgesellschaften oder Logistik- und Postunternehmen setzen mittlerweile auf Planspiele als fixen Baustein ihrer Weiterbildungsmaßnahmen. Warum? Mitarbeiterinnen sollen aktiv den Unternehmenserfolg mitgestalten und ihr Team nach innen unterstützen sowie nach außen repräsentieren können. Wirtschaftliche Planspiele helfen aber auch bei der Verinnerlichung von optimierten Abläufen, Kostenbewusstsein und vernetztem Denken. Sie machen theoretische Themen greif- und erlebbar, ermöglichen sofortiges Feedback und fördern neue Denkweisen, die in sicherem Rahmen ausprobiert werden können.

Pilotinnen trainieren primär in einem Flugsimulator und das so lange, bis sie den Inhalt verinnerlicht haben. Auch Unternehmen haben die Chance, ihren Seminaren und Fortbildungsmaßnahmen neues Leben einzuhauchen. Realistisch, erlebnisorientiert und individuell soll es sein. Warum ist dieses Thema 2021 umso relevanter geworden? Durch die aktuell, Covid-19 Pandemie bedingten, neuen Arbeitssituationen sind neue Herangehensweisen in den Bereichen Weiterbildung, Kommunikation und Teamwork gefragt. Neue Lernmethoden auszuprobieren lohnt sich in jedem Fall.

Wie motiviert sind Ihre Mitarbeiterinnen, wenn sie an Fortbildungen teilnehmen? Wie viel nehmen sie aus diesen Seminaren mit? Haben Sie vielleicht sogar schon Erfahrungen mit Planspielen gemacht?

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von: Karl Kaiblinger, kaiblinger+partner, https://www.kaiblinger-partner.com/

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