Allgemein Kompetenzmanagement Leadership

Mentale Stärke aus dem Sport wirkt auch im Business!

hoch in den Bergen balanciert ein Mann über eine Slackline

Vollgas geben macht Xaver als Sportler Spaß! Doch beruflich hat er schon genug von den vielen verschiedenen Anforderungen, die sich aus Veränderungsprozessen ergeben. Zum Glück hat er beim Rudern Ruhe und kann entspannen. Glaubte er zumindest. Doch ausgerechnet heute ist das mehr Wunsch als Wirklichkeit. Denn nach ca. 800 Metern auf dem Wasser wird der Wind immer kälter und der Wellengang unruhiger. Xaver beginnt zu zweifeln. Er hinterfragt seine Entscheidung, insgesamt 12 Kilometer zu rudern.

Der Wetterumschwung nervt ihn ebenso wie die Gedanken an das Digitalisierungsprojekt, das er als Projektleiter umsetzen soll. Denn er sitzt dabei zwischen mehreren „Stühlen“. Konkret zwischen Kundenbedürfnissen sowie den Anforderungen seiner Kollegen oder Vorgesetzten. Die Geschäftsführung und der HR-Verantwortliche sind von Xavers Eignung überzeugt. Dennoch, verständlicherweise interessieren sie am Ende erreichte Vorgaben.

Mental

Mit jedem Schlag der Ruderblätter ins Wasser kommt Xaver mehr ins Grübeln. Dabei wird die Stimme seines „inneren Kritikers“ immer lauter. Aber plötzlich wird diese unterbrochen. Denn Xaver bemerkt seinen Kollegen David, der scheinbar mühelos am Ufer entlangläuft. „David muss wohl ein Träumer sein! Oder ein Masochist…“ denkt Xaver. Schließlich möchte sich David für die Olympischen Spiele qualifizieren. Woher nimmt dieser die Energie und das Durchhaltevermögen dafür?

Während Xaver vor sich hin sinniert, nähert er sich dem Ufer. Xaver sieht, dass ihm David zuwinkt und zum nächsten Floß läuft. Nachdem Xaver sein Boot dort angelegt hat, kommt er mit David ins Gespräch.

Sprung

Trotz unterschiedlicher sportlicher Ambitionen stehen sie beide vor ähnlichen beruflichen Herausforderungen. Xaver interessiert sich für Davids „Erfolgsrezept“. David findet u.a. die Verbindung von Ergebniszielen mit „Mindset“-Zielen und Mentaltechniken aus dem Sport nützlich. Letztere wecken Xavers Neugier. Wie kann er sich und seinen Kollegen damit beruflich auf die Sprünge helfen? David erwähnt Übungen, die er von einem Mentaltrainer gelernt hat. Dieser wendet wissenschaftlich fundiertes Mentaltraining an und begleitet damit auch Menschen im Unternehmenskontext.

Zum Beispiel, wenn es darum geht, die

zu stärken. In Unternehmen sowie im Sport sind Menschen verschiedenen intrinsischen und extrinsischen Einflüssen ausgesetzt. Hierbei gilt es handlungsfähig zu bleiben bzw. es rasch wieder zu werden. Aber auch, wenn erforderlich, Grenzen zu setzen. Dadurch können Einzelne und ihre Teams weiter für ihren Verantwortungsbereich „brennen“ statt dabei auszubrennen. Denn im Sport und Business ist es wichtig, den Zugang zur eigenen mentalen Stärke zu finden, um im entscheidenden Moment die “best version” (von Einzelpersonen oder Teams) abzurufen! Dabei kann auch die

  • Neubewertung

einer Erfahrung helfen. Denn es macht einen Unterschied, wie Menschen eine Niederlage oder einen Misserfolg bewerten. Im Sport zeigte das Eliud Kipchoge eindrucksvoll. Er lief im Oktober 2019 als erster Mensch die Marathondistanz (42,195 km) unter 2 Stunden. Das gelang ihm in Wien bei seinem zweiten Versuch. Gut 2 Jahre davor verpasste er in Italien sein Ziel um 25 Sekunden. Er empfand dies nicht als Scheitern. Vielmehr war er überzeugt, dass er knapp davor war, den Rekord zu schaffen.

Auch der „Weiter-Entwickler“ der Glühbirne Thomas A. Edison verzweifelte nicht auf der Suche nach dem passenden Material für den Glühfaden. Bis dahin hatte er ca. 150 andere Materialien erfolglos getestet. Er sah es als „Gewinn“ zu wissen, dass diese nicht geeignet sind. Heute stehen Menschen wie Unternehmen ebenfalls vor so mancher Ungewissheit oder Herausforderungen. Dafür empfiehlt David eine Mentaltechnik, die

  • Bewegung von der Gegenwart in die gewünschte Zukunft

ermöglicht. Verschiedene Übungen dazu bringen Einzelpersonen ebenso wie Teams voran. Ob im Sport oder im Business: diese Methode unterstützt Menschen dabei, Ziele zu definieren und zu visualisieren. Dabei ist es auch wichtig, konkrete Schritte zu erarbeiten, die tatsächlich in Richtung Ziel führen. Dazu gehört auch die „positive Absicht“, die im gegenwärtigen Zustand steckt, auf dem Weg ins Ziel zu integrieren. Sonst „bremst“ sie die Bemühungen, es zu erreichen.

Kraft

Denn in der Kombination verschiedener Interessen und Aspekte steckt mitunter großes Potenzial für persönliche Veränderungen, Gestaltungsmöglichkeiten und Businesserfolge. Damit Einzelpersonen gezielt in ihre Kraft kommen, ist u.a. ihr persönlicher „Moment of Excellence“ hilfreich. Dieser steht für einen Erfolg, den ein Mensch in der Vergangenheit hatte. Die Erinnerung daran unterstützt ihn Leistungsstärke zu zeigen, wenn es darauf ankommt. Das gelingt umso besser, je lebhafter (z.B. mit positiven Bildern, motivierenden Statements, guten Gefühlen, allen 5 Sinnen) der exzellente Moment verinnerlicht wurde.

Bei der Zusammenarbeit mit anderen Menschen ist ein gemeinsames Ziel hinter dem Ziel förderlich. Vor allem, wenn in einem Team beispielsweise unterschiedliche Expertisen und Ansichten vorhanden sind. Dies trifft auf Eliud Kipchoges sportliche Wegbegleiter ebenso wie auf Teams in der Arbeitswelt zu.

Die passende Mischung zu finden und zu stärken, zahlt sich auch für Unternehmen aus“, sagt David. Xaver kann das nachvollziehen und verabschiedet sich nach dem Gespräch von David. Danach rudert er entspannt weiter und freut sich auf die Umsetzung seines Projekts. Denn Xaver hat nun einige Ideen, wie er es mit allen Beteiligten stimmig und erfolgreich durchführen kann. Wie stärken Sie Ihre Resilienz? Was hilft Ihnen dabei Ihren „Moment of Excellence“ abzurufen? Schreiben Sie uns hier über Ihre Erfahrungen!

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von:  Martina Hofer Moreno, MBA, ERFOLGSSPUR Coaching Training Beratung, www.erfolgsspur.at

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