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Generationenvielfalt ist gewinnbringend – wenn die Qualität der Führung stimmt!

Podiumsdiskussion auf einer Bühne

Eine Podiumsdiskussion im Rahmen des Job Events 10.000 Chancen Anfang Juni mit namhaften Vertretern der Wirtschaft zeigte klar, dass Unternehmen heute auf Bewerberinnen 50 Plus nicht verzichten können. DI Martin Schubert, Geschäftsführer der Wiener Spielkartenfabrik Piatnik & Söhne brachte es mit der Aussage „die Jungen laufen schneller, aber die Älteren kennen die Abkürzung“ trefflich auf den Punkt. Die Diskutanten waren sich darin einig, dass man derzeit auf keine Generation in der Arbeitswelt verzichten könne. Wie das Miteinander allerdings gestalten solle, um die besonderen Qualitäten jeder Generation bzw. jedes Einzelnen gut zu nützen, birgt noch Diskussionspotential. In jedem Fall gelte es insbesondere die Führungskräfte gut auf die neuen Herausforderungen des Generationenmanagements vorzubereiten!

Der Kern des Panels drehte sich um das Thema der Potentiale der Generation 50 Plus. Was zeichnet diese Generation aus? Warum sind sie für Unternehmen interessant? Worin liegen ihre Stärken, wo ihre Schwächen? Einig war man sich darin, dass die Generation Plus in jedem Fall lebenserfahrener sei, ob dies allerdings ein Vor- oder eher ein Nachteil sei, darin schieden sich die Geister. Während Martin Schubert von Piatnik & Söhne die positiven Aspekte betonte, brachte Klaus Magele, Geschäftsführer der Salamander & Delka Gruppe den Begriff der „Erfahrungsgefängnisse“ ins Spiel, die die Sicht auf neue Dinge teilweise auch verstellen könnte. Entwicklungsbedarf bei der Generation 50 Plus sah man insbesondere im Bereich der digitalen Kompetenzen. Laut Mag. Claudia Schwingenschlögl, Sprecherin der Experts Group Human Resource Management, gelte es diesbezüglich in den Unternehmen das sogenannte „Lernen voneinander“ zu forcieren. Im Unterschied zu externen Bildungsangeboten ergäbe sich daraus für Kollegen der Vorteil, sich einander abseits des Arbeitsalltags auch persönlich, insbesondere aber die Stärken seines Gegenübers besser kennen lernen zu können.

Es bräuchte mehr Mut

Elke Berger, HR Director und Mitglied der Geschäftsführung bei Metro, ergänzte, dass es insgesamt mehr Mut auf Seiten der Unternehmen brauche, um der Generation 50 Plus verstärkt Chancen in den Unternehmen zu geben. Bei Metro funktioniere es ihrer Ansicht nach schon recht gut, aber natürlich gelte es bei den Generationen darauf zu achten, das Konfliktpotential im Blick zu behalten. Hier seien die Führungskräfte gefordert, so Claudia Schwingenschlögl. Mag. Georg Weinand, Senior Consultant bei Dr. Pendl & Dr. Piswanger ergänzte, dass er auch Bewerber dazu auffordere sich aktiver und mutiger in den Bewerbungsprozess einzubringen und auf die eigenen Erfolge zu verweisen, anstatt die bloßen Tätigkeiten darzustellen.

Die Diskussion wurde von Michael Köttritsch, Ressortleiter Management und Karriere der Presse, gekonnt moderiert. Zusammenfassend kam man zur Ansicht:

  • Es sei an der Zeit, sich den aktuellen Anforderungen zu stellen.
  • Das Thema des Generationenmanagements ist aktiv anzugehen.
  • Alte Denk- und Verhaltensmuster sind zu überdenken um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen.

Dies gelte insbesondere für das Recruiting, das in Zukunft noch anspruchsvoller werden wird, möchte man der Generation 50 Plus gerecht werden.

 

Das Projektteam des Events 10.000 Chancen bestand aus: Mag. Birgit Sciborsky, Mag. Jürgen Atzlsdorfer, Mag. Georg Weinand, Mag. Georg Dirnberger, Edith Neudhart MBA, MAS, Mag. Markus Petz, Mag. Markus Brunner, Helga Krachler, LL.B. MBA, Mag. Gerhard Novak

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von Mag. Claudia Schwingenschlögl, Fa. SCHWINGENSCHLÖGL Consulting e.U., www.schwingenschloegl-consulting.com

Bildquelle: Bernhard Ehrlich © David Visnjic

 

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