Kompetenzmanagement Personalentwicklung

Agile Unternehmen brauchen zukunftskompetente Köpfe.

Überall spricht und hört man von Digitalisierung, Veränderung, technologischem Wandel und Agilität. Im Tagesgeschäft gehen derartige „Buzzwords“ dann oftmals schnell wieder unter und irgendwann werden sie in die inflationäre Schublade gepackt. Mit Aussagen wie, „Das brauchen wir nicht.“ oder „Das betrifft uns nicht.“ wird die Thematik oft ein für alle Mal abgetan. Das mag für manche Unternehmen heute noch unkritisch sein und keine Auswirkungen auf den Erfolg haben. ABER: Die Technologie entwickelt sich exponentiell, der Wettbewerb wird globaler und neue Produkte oder Dienstleistungen lösen traditionelle Angebote manchmal sogar über Nacht ab.

In dieser höchst transformativen Zeit müssen wir den anstehenden Herausforderungen mit maximaler Anpassungskraft entgegentreten. Das gelingt allerdings nur mit Mitarbeiterinnen, die über die entsprechenden zukunftsrelevanten Kompetenzen verfügen. Diese gilt es zu nutzen, zu fördern und gezielt zu entwickeln. Und zwar JETZT!

Im Wettbewerb auf globaler werdenden Märkten gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Überholverbote.

Unternehmen finden sich in einem immer härter und schneller werdenden Wettbewerb. Komplexer werdende Anforderungen und sich rasch ändernde Organisationsumwelten zwingen Betriebe regelrecht zu permanenten Anpassungsleistungen. Darüber hinaus ist das Hervorbringen kontinuierlicher Innovationen in vielen Branchen bereits zu einer absoluten Notwendigkeit geworden, um am Markt erfolgreich oder bestehen zu bleiben.

Diese sind letztlich von den Mitarbeiterinnen zu erbringen und gelingen auf Basis vorhandener Wissensvorräte wohl kaum. Organisationen, die sich zukünftigen Herausforderungen proaktiv stellen und Veränderungen sowie Innovationen vorantreiben, wissen, dass ihr Erfolg massiv von den Handlungsmöglichkeiten bzw. Kompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen abhängig ist. Nur mit Mitarbeiterinnen, die sich in herausfordernden Situationen rasch zurecht finden und adäquat agieren können, lässt sich der einmal etablierte Wettbewerbsvorsprung auch in Zukunft halten oder ausbauen.

Agile Unternehmen haben Mitarbeiterinnen mit zukunftsrelevanten Kompetenzen und damit die Nase vorne.

Agile Unternehmen legen ihren Fokus nicht nur auf Innovations- und Anpassungsfähigkeit im Bereich ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen und Prozesse, sondern auch auf ihre wertvollste Ressource, das Personal. Was bedeutet nun aber Agilität im Detail? Agilität wird als Konzept verstanden, das kurze, überschaubare Umsetzungszyklen, mit definierten Ergebnissen umfasst. Damit sind rasche und sofortige Anpassungsmaßnahmen hinsichtlich veränderlicher Rahmenbedingungen möglich. Abweichungen können frühzeitig erkannt und zeitnah korrigiert werden. Die einmal gesetzten Prioritäten werden zyklisch neu bewertet und adaptiert. In agil agierenden Unternehmen werden Entscheidungen nicht disziplinarisch, sondern von den relevanten Wissens- bzw. Kompetenzträgerinnen (Fachexpertinnen) getroffen.

Agilität bedeutet somit eine strikte Kundenorientierung, die nur durch eine radikale Mitarbeiterorientierung gelingen kann. Denn nur eine Belegschaft, die sich zu 100 Prozent mit dem Unternehmen identifiziert und die über aktuelles Wissen und zukunftsrelevante Kompetenzen (z.B.: schöpferische Fähigkeit, Offenheit für Veränderungen, Entscheidungsfreude, Informations- und Datenkompetenz, Selbstmanagement, Integrationsfähigkeit etc.) verfügt, wird die erforderliche Kundenorientierung kompromisslos leben können und wollen. Vor diesem Hintergrund kann von einem regelrecht unausweichlichen Paradigmenwechsel in der betrieblichen Bildung ausgegangen werden und zwar weg von der klassischen Aus- und Weiterbildung hin zu einer intendierten, zukunftsorientierten Kompetenzentwicklung.

Agilität in der Personalentwicklung

Im Fokus aller Bestrebungen der Personalentwicklung muss also, abgeleitet von den Unternehmenszielen, die Erreichung von zukunftsweisenden Kompetenzzielen stehen. Die Personalentwicklung wird demnach ein immer wichtigerer Bereich, der zunehmend als Partnerin in der Umsetzung strategischer Vorhaben geschätzt wird. Darum ist es wichtig, die Personalstrategie von der Unternehmensstrategie abzuleiten. Auf diese Weise wird nämlich die strategieumsetzende Relevanz der Personalentwicklung manifestiert und der unmittelbare Beitrag der Personalentwicklungsmaßnahmen zur Erreichung der Unternehmensziele sichergestellt.

Zusätzlich kann eine strategieorientierte Personalentwicklung wichtige Potenziale transparent machen oder hervorbringen und so als agiler Innovationstreiber einer wettbewerbsfähigen Organisation fungieren. Eine ebenso wichtige Herausforderung oder möglicherweise neue Hauptaufgabe der Personalentwicklungsabteilung besteht darin, optimale Rahmenbedingungen für Flexibilität im Hinblick auf Arbeits- und Lernprozesse zu schaffen. Gleichzeitig ist die Personalentwicklung dafür verantwortlich, Orientierung im Sinne von „Wohin soll es gehen?“ und „Wo stehe ich bzw. stehen wir gerade?“ zu geben.

Personalentwicklung neu: agil & kompetent.

Die Schlagworte „schnell“, „effektiv“ und „kostengünstig“ durchdringen nicht nur die wertschöpfenden Unternehmensbereiche, sondern zunehmend auch die Personalentwicklung. Die bloße Zuteilung bzw. Aushandlung von Budgetgrößen für Personalentwicklung ist nicht mehr zeitgemäß. Wo die einen in diesem Bereich noch ihr innerbetriebliches Sparpaket schnüren und unflexibel sind, haben andere längst erkannt, dass hier der Schlüssel für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit liegt.

Die immer schneller werdende Veränderung seitens diverser Unternehmensumwelten macht eine agile Planung der Organisation und flexibles Handeln der Belegschaft unabdingbar und gleichzeitig immer schwieriger. Etablierte Handlungsstrategien müssen deshalb, im Hinblick auf die Strategie des Unternehmens, regelmäßig überprüft und adaptiert werden, also einem agilen Prozess unterliegen.

Die Personalentwicklung ist demnach aufgefordert Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Aufbau strategisch relevanter Kompetenzen fordert, fördert und zulässt. Gleichzeitig muss sich das vergebene und verbrauchte Budget in Erfolgsgrößen aufzeigen lassen, um die notwendige Akzeptanz und damit die Rolle als strategische Partnerin im Unternehmen sicherzustellen. Damit ist es aber nicht getan.

Die aktuell in der Personalentwicklung Agierenden sind darüber hinaus nicht nur angehalten selbst kontinuierlich neue Denkweisen zu entwickeln. Sie müssen selbstverständlich auch die eigene Entwicklung unaufhörlich vorantreiben, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und die erforderlichen Unterstützungsleistungen für alle anderen Geschäftsbereiche erbringen zu können.

Wie steht es mit der Agilität Ihres Unternehmens? Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Belegschaft bereits heute die in Zukunft relevanten Kompetenzen entwickelt? Welche Rolle spielt die Personalentwicklung dabei? Spannende Fragen? Dann diskutieren Sie mit uns oder kontaktieren Sie mich bei Fragen zu diesem Thema!

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von: Christiana Scholz, MA BA, Competence Generation, www.competence-generation.at

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