Flexibilisierung Kompetenzmanagement Leadership

So geht moderne Führung …

HR Blog: unterschiedliche Generationen verlangen verschieden Führungsarten

Im Zeitalter von Digitalisierung und sozialen Netzwerken ist stets zu bedenken: Der Mensch kommt vor der Technik. Persönliche Kommunikation steht immer noch an erster Stelle, speziell wenn es um Führung und Weiterentwicklung von Mitarbeiterinnen geht …

Eine moderne und dynamische Arbeitswelt ist vielen Veränderungsprozessen ausgesetzt. Digitalisierung, starker Konkurrenzdruck und konstanter Informationsaustausch beeinflussen Unternehmensentscheidungen. Hinzu kommen unterschiedliche Erwartungen einzelner Mitarbeitergenerationen. Während sich die Baby Boomerinnen kurz vor der Pension befinden, steht die Generation X mitten im Arbeitsleben und hat andere Bedürfnisse, als zum Beispiel die junge, in der Arbeitswelt relativ frische Generation Y.

Führungskräfte stehen daher vor der Herausforderung, unterschiedlichen Motivationen, Arbeitseinstellungen und Bedürfnissen der jeweiligen Generationengruppen gerecht zu werden. Mitarbeiterinnen sind mehr als Maschinen, die lediglich Anordnungen durchführen. Sie wünschen sich und brauchen vor allem Wertschätzung, Zuwendung, Orientierung und Verbindlichkeit. Persönliche und direkte Kommunikation ist das Um und Auf in der Führung, Ganz besonders in der heutigen schnelllebigen und digitalen Welt. Eine individuelle Führung, sprich ein Eingehen auf unterschiedliche Mitarbeiterbedürfnisse, ist somit unumgänglich.

Führungskräfte fördern Weiterentwicklung!

Über Jahre hinweg zeigt sich stärker und stärker, dass viele und speziell junge Mitarbeiterinnen eher eine Begleiterin oder Förderin, als eine „klassische Chefin“ suchen. Neben dem Wunsch sich weiterzuentwickeln, haben diese Mitarbeiterinnen auch ein Verlangen nach individueller Leistungsförderung, regelmäßigem Feedback und selbstbestimmtem Handeln. Um unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen gerecht zu werden, bedarf es einer Veränderung des individuellen Führungsverständnisses und der generellen Führungsmentalität. Das Unternehmen profitiert dadurch insgeheim von einer höheren Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und bindet sie so an ihre Organisation.

Von der Chefin zum Coach!

Die Führungskraft von heute agiert als Begleiterin und unterstützt Mitarbeiterinnen ihre Ziele selbst zu definieren, Erfolge zu erreichen und diese als solche zu erkennen. Maßgeblich dabei ist, die individuellen Stärken jeder einzelnen Mitarbeiterinnen anzuerkennen und gezielt zu fördern. Die Führungskraft als Coachin unterstützt Mitarbeiterinnen somit, ihr eigenes Potential auszuschöpfen und damit jegliche Herausforderung im Job zu meistern.

Das Gleiche gilt auch für die Führungskräfte selbst. Selbstreflexion und Verständnis über ihre eigenen Stärken sind Teil der gewünschten Führungsmentalität. Mitarbeiterinnen ersehnen sich authentische Führungspersönlichkeiten, die eigene Fehler eingestehen und auch in eigene Weiterentwicklung investieren.

Um einen Wandel der Führungsmentalität herbeizuführen, braucht es allerdings weit mehr als die Verinnerlichung der Mitarbeiter-Stärken. Viel wichtiger ist die Bereitschaft des Unternehmens selbst, langfristig in eine stärkenbasierte Führungskultur zu investieren. Teilweise müssen Führungskräfte erst lernen, wie sie ihr Wissen über Stärken bei Mitarbeitergesprächen, in Teambildungsprozessen oder bei Problemlösungen in der Praxis anwenden können.

Kennen Sie Unternehmen oder Führungskräfte, die den Führungsansatz „Führungskraft als Coach“ bereits umsetzen und dadurch Mitarbeiterinnen zur Selbstverantwortung motivieren? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare und weiterführenden Diskussionen.

 Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von:  Heike Caban, gedankenberaten e.U., www.gedankenberaten.at

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