Digitalisierung

Digitalisierung – ein Impulsgeber für HR?

HR Blog: Digitalisierung & Personalmanagement - wie kann man die Potentiale der Digitalisierung nutzen

Die Digitalisierung verändert grundlegende Abläufe in den Human Resources. Mobile Lösungen und das Arbeiten in der Cloud sind für die meisten bereits Alltag geworden. Hier erfahren Sie, wie Sie durch ein agileres Mindset Ihre Chancen für den Zugriff auf die besten Bewerberinnen erhöhen.

Die Human Resources sind im Umbruch. Der technologische Fortschritt bietet laufend eine neue Basis für die Entstehung neuer Arbeitswelten, und Start-Ups schießen auf dieser Basis „wie die Schwammerln aus dem Boden“. Das althergebrachte Mindset mit Stehsätzen wie „Das war schon immer so“ und „Das geht doch nicht“ gelangt immer öfter und schneller an seine Grenzen. Verstehen wir alle diese Veränderungen als Gefahr oder nutzen wir aktiv die entstehenden Chancen?

Start-Ups als Treiber für Digitalisierung und Neue Arbeitswelten

Ich habe den Eindruck, als gäbe es derzeit nur Start-Ups und keine klassischen Geschäftsmodelle mehr. Unabhängig von der verwendeten Definition sind Start-Ups Probierfelder für neue Formen der Zusammenarbeit, die sich mit der Zeit auch in die älteren und klassisch gestalteten Unternehmen ausbreiten werden. Denken Sie beispielsweise an Coworking-Spaces, die auch schon in großen österreichischen Konzernen Anwendung gefunden haben! Bis vor einigen Monaten war es für die meisten unvorstellbar, kein eigenes Büro zu haben, das man am Ende des Arbeitstages vielleicht sogar absperren konnte. Ob sich alle Änderungen und Neuerungen auf Dauer bewähren, wird sich freilich erst zeigen müssen.

Digitalisierung

Die Abkehr vom „analogen Einzelbüro“ und die Etablierung einer mehr und mehr virtuellen Arbeitswelt sind ohne den technischen Fortschritt unmöglich. Man braucht den Zugriff auf seine Daten, egal an welchem „Arbeitsplatz“ man sich gerade befindet. Die Leitungen müssen stark genug sein, die Endgeräte leistungsstark und benutzerfreundlich und die Userinnen nicht nur willig, sondern auch wirklich technikaffin, um das volle Potenzial ausschöpfen und die laufenden neuen Entwicklungsschritte auch mitmachen zu können.

Crowdworking

Mit der Entwicklung der Cloudlösungen und der entsprechenden Plattformen ist die Verlagerung von Arbeitsschritten in die virtuelle Community der nächste logische Schritt. Es gibt zwar Bedenken in Hinblick auf Leistungsqualität und sozialer Absicherung der Leistungserbringerinnen. Flexibilität und Geschwindigkeit sind aber unschlagbare Argumente. So stellt sich auch für HR die Frage, welche Prozesselemente (insbesondere im Recruiting-Prozess) automatisiert und virtuell ausgelagert werden können: Bewerberinnen übermitteln ihre Lebensläufe per App, die dann für externe Dienstleister in einer Cloud gesammelt werden, welche wiederum die Besten herausfiltern und den Ungeeigneten absagen.

Mobile Lösungen

Der „War-for-Talents“ hat vor allem in den MINT-Bereichen bereits voll begonnen. Wer den Bewerberinnen am schnellsten die Jobs präsentieren und die niederschwelligsten Bewerbungsmöglichkeiten bieten kann, hat die Nase vorne: Bewerbungen bzw. zumindest eine direkte Kontaktaufnahme müssen per Smartphone oder Social Media möglich sein. Es geht hier auch gar nicht darum, die perfekt ausgearbeiteten Unterlagen übermitteln zu können – es wird der Kontakt aufgebaut, gehalten und dann die Passung abgeklärt. Wer es also schafft, diese sozialen Kompetenzen über die Technik zum Menschen zu bringen, bekommt die Chance auf die besten Bewerberinnen, und dies gilt nicht nur für die besonders gesuchten Berufe. Zugegeben, momentan betrifft dies eher noch die Digital Natives, aber das Phänomen wird sich rasch ausbreiten und zum unverzichtbaren Standard werden. Ein Handy hat schließlich fast jeder.

 

Digitalisierung verlangt neue Kompetenzen und ein neues Mindset. Dann können auch die Prozesse im HR neu ausgearbeitet werden und so eine bessere Position im Kampf um die besten Talente erreicht werden. Die Geschwindigkeit der Änderungen wird dann noch laufende Nachbesserungen verlangen. Ihnen fehlt ein Aspekt? Oder Sie halten einen der besprochenen Punkte für gar nicht so wichtig? Schreiben Sie uns Ihre Einschätzung, welche Themen uns jetzt und in der Zukunft besonders beschäftigen werden! Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen und Meinungen mit uns über die Kommentarfunktion dieses Blogs. 

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von: Mag.  Jürgen Atzlsdorfer, DOPEG GmbH, www.dopeg.at

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