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Mentoring:
So profitiert das Unternehmen

HR Blog: Mentoring - Personalentwicklung - senkt die Fluktuationsrate

Mentoring als modernes Konzept der Personalentwicklung. Es hat seinen Ursprung in der griechischen Mythologie und erlebt seit den 1970ern in den USA und seit den 1990ern auch im deutschsprachigen Raum eine wahre Renaissance. Mentor, der väterliche, weise Freund und Ratgeber – doch die Göttin Athene selbst war es, die dem Sohn des Odysseus in Gestalt des weisen Mentor beistand! Durch Mentor erst wurde der Sohn des Odysseus zum wahren Telemachos, dem „Kämpfer in der Ferne“, zu dem Sohn der seinen Vater und seine Familie retteten konnte.

Das ist Mentoring

Mentoring ist ein natürliches, altes und bewährtes Prinzip und genau das macht die wahre Kraft dieser Methode aus. Der Mentor ist der Begleiter, der dem Mentee helfend zur Seite steht.
Helfend, nicht bemutternd, nicht belehrend.  Dadurch kann sich der Mentee angstfrei in einer fremden Umgebung entwickeln, Stärke und Sicherheit gewinnen. Mentoring gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten. Und Mentoring unterscheidet sich grundlegend von Coaching, Consulting, Ausbildung oder gar Therapie!

In einer Mentoring-Beziehung, einem Tandem, findet ein Austausch, ein Geben und Nehmen von Wissen, Werten und Erfahrungen statt. Informelle Mentoring-Tandems bilden sich regelmäßig und von alleine in persönlichen Bekanntschaften und Netzwerken. Im formellen Mentoring werden Mentoring-Tandems in Unternehmen durch bewusstes, absichtsvolles Matching, optimalerweise Hierarchie- und Bereichsübergreifend gebildet. Der klassische Ansatz ist es, einen älteren und erfahreneren Mentor einem jüngeren und unerfahreneren Mentee zur Seite zu stellen. Ein gänzlich anderer Ansatz ist das Peer-Mentoring, in welchem das Mentoring unter Gleichgestellten, Gleicherfahrenen und Gleichrangigen stattfindet. Peer-Mentoring wird beispielsweise gerne in Trainee-Programmen eingesetzt.

Das Hauptmerkmal einer guten und funktionierenden Mentoring-Beziehung ist, dass sich Mentor und Mentee „auf Augenhöhe“ begegnen. Auch ist der Mentee nicht der einzig Nehmende. Ich habe nun jahrelange Erfahrung als Mentorin. Sowohl in Unternehmens-Strukturen, im Bereich der Gründerszene und auch im Bereich von Migration und Integration war und bin ich aktive Mentorin. Immer, ausnahmslos immer habe ich als Mentorin auch in meiner persönlichen Entwicklung profitiert!

Das ist ein Mentor

Im arbeitsbezogenen Mentoring ist der ideale Mentor eine Person, die sich im aktuellen oder zukünftigen Arbeitsumfeld des Mentees „gut auskennt“ und gut vernetzt ist. Der Mentor erhebt gegenüber dem Mentee keinen Führungsanspruch und sieht den Mentee auch keinesfalls als kommende Bedrohung an. Der Mentor ist bereit, seinen Erfahrungsschatz zu zeigen und zu teilen. Er steht dem Mentee zur Seite, hilft ihm aber „nur“, eigene Erfahrungen zu machen, er drängt sich dem Mentee keinesfalls auf. Geduld, Humor, kommunikative Fähigkeiten und allgemeine Menschenkenntnis sind von Vorteil.

Das ist ein Mentee

Der Mentee ist im arbeitsbezogenen Mentoring eine Person, die zu ihrer beruflichen und auch persönlichen Entwicklung Unterstützung annehmen kann und will! Der optimale Mentee ist proaktiv, neugierig, wissbegierig, kreativ und engagiert. Er muss sich bewusst sein, dass er vom Mentor nehmen kann und soll, ihm der Mentor aber nichts aufdrängt.

Der Ablauf einer Mentoring-Beziehung liegt sehr stark in der Verantwortung des Mentees. Der Mentee muss gewillt sein, selbst und aktiv am eigenen Weiterkommen zu arbeiten!

Das kann Mentoring

In einigen Fällen wird sich aus einer Mentoring-Beziehung sogar eine spätere Partnerschaft zweier starker und gleichberechtigter Partner entwickeln können. Genau dieser Umstand macht Mentoring in Zeiten der Digitalisierung und damit verbundener Verflachung von Abteilungs- und Führungsstrukturen hin zu agilen Teams so wertvoll. Mitarbeiter, welche durch Mentoring das Partnerschaftliche im Unternehmen kennengelernt haben, sind viel eher bereit miteinander in flachen und agilen Strukturen am gemeinsamen Unternehmenserfolg zu arbeiten! Sie sind viel eher bereit, funktionierende Teams zu bilden: Mentoring unterscheidet sich grundlegend von Mitarbeiterführung, und es ist ein probates Hilfsmittel zur agilen Leadership. In Unternehmen mit aktivem Mentoring-Programm ist die allgemeine Mitarbeiter-Zufriedenheit höher als im jeweiligen Branchenschnitt. Und das mit allen damit verbundenen Nebenerscheinungen…

Gutes, firmeninternes Mentoring
senkt auf Sicht gesehen
die Fluktuationsrate signifikant!

Fluktuationsrate, Krankenstandsquote, Personalintensität und andere HRM-Kennzahlen können auf vielfältige Weise positiv (und negativ) beeinflusst werden. Gehalt und Boni sind eine Möglichkeit, Angst um den Arbeitsplatz eine andere, Mentoring die kostengünstigste und nachhaltigste. Die Einführung eines firmenweiten Mentorings ist die wohl effizienteste Maßnahme zur Effizienzsteigerung. Und schon „klein“ begonnen, mit einem abteilungsweiten Mentorings, können ungeahnte und rasche Erfolge erzielt werden!

Vieles, sehr vieles können wir von den Alten lernen!

Ich hatte in jungen Jahren meinen Mentor. Mentoring gab es damals noch gar nicht, mein Mentor „ist mir passiert“ und es war ein sehr informelles Mentoring – ich bin meinem Mentor ewig dankbar! Vieles von dem was er mich lehrte, setze ich in meiner Arbeit immer noch um.

… Wie geht es Ihnen beim Gedanken an Mentoring?
… Kennen Sie Mentoring?
… Welche Erfahrungen haben Sie mit Mentoring?
… Möchten Sie Mentoring kennen lernen?
… Würden Sie Mentoring-Beratung in Anspruch nehmen?

Teilen Sie mit uns und mit Ihren Mitlesern Ihre Erfahrungen und Ihre Fragen! Wir freuen uns auf Ihre Meinungen. Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen und Meinungen mit uns über die Kommentarfunktion dieses Blogs. 

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von:  Ing. Karin Gerbrich, best4sales, www.best4sales.pro

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