Employer Branding Recruiting

Die besten Mitarbeiter! Suchen Sie noch oder werden Sie schon gefunden?

Recruiting-Prozesse werden in Österreich zunehmend professionalisiert. Es handelt sich schließlich um Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens! Gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte am Bewerbermarkt in vielen Branchen rar werden ist das ein wichtiges Thema.

Die besten Mitarbeiter für ein Unternehmen zu finden, war schon immer schwierig. Es gilt, die sogenannte Nadel im Heuhaufen zu suchen. Und hat man die Richtigen gefunden, kommt schon die nächste Herausforderung: Die „Neuen“ motiviert an das Unternehmen zu binden, in die Einschulung der Mitarbeiter zu investieren und danach von deren Arbeitsleistung zu profitieren. Im Zeitalter wiederholter Versuche von Head Huntern unsere Key Performer (Fach- und Führungskräfte) abzuwerben, ist diese Herausforderung keine geringe!

Kurzum: das Recruiting und das Halten wichtiger Schlüsselkräfte ist heute deutlich komplexer als noch vor ein paar Jahren. Unternehmen in den Bereichen IT oder Technik berichten immer häufiger davon, dass sie sogar Aufträge ablehnen müssen, weil notwendige Fachkräfte fehlen.

Unternehmen sollten umdenken!

Der Arbeitsmarkt hat sich von einem klassischen Angebotsmarkt hin zu einem Nachfragemarkt entwickelt. Das bedeutet für das Unternehmen selbst zum Bewerber bei interessanten Kandidaten zu werden! Die Rolle ist ungewohnt und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen und sie ist alternativlos.

  • Was also können Unternehmen tun, um für die Besten attraktiv zu sein?
  • Wie können sie sich z.B. bei gut ausgebildeten IT-Fachkräften oder Technikern bewerben?

Lösungen von der Stange funktionieren oftmals nicht. Vor allem für die Zukunft gilt: Entscheider müssen sich viel mehr in die Köpfe der Zielgruppen am Arbeitsmarkt versetzen. Ähnlich wie im klassischen Vertrieb, wenn es um Bedarf und Bedürfnisse potenzieller Kundenzielgruppen geht. Fragen, die sich Entscheider in Unternehmen stellen sollten, umfassen u.a.:

  1. Was motiviert Bewerber, die für das Unternehmen interessant sind, zu einer Bewerbung?
  2. Was erwarten Bewerber hinsichtlich Position, Rahmenbedingungen (Unternehmenskultur, Kollegen etc.) und Führungskräften?
  3. Welche Arbeitsumgebung passt zu den Bewerberzielgruppen?
  4. Welcher Arbeitsbedingungen müssen geschaffen werden, damit Key Performer Top-Leistung erbringen können?

Das können Unternehmen tun, um für die Besten attraktiv zu sein!

Wer sich so intensiv den Kopf zerbrechen muss, stellt sich am Ende womöglich die Frage:  hat man denn als Unternehmen überhaupt noch Wahlmöglichkeiten? JA – wenn man es schafft, attraktiv, zu sein um genügend qualifizierte Bewerber anzuziehen. Das wird nicht immer gelingen, und man kann nur bei sich selbst ansetzen und die relevanten Touchpoints (= potenzielle Berührungspunkte zwischen Bewerber und dem Unternehmen) optimieren:

  1. Karrierebereich auf der Firmenwebseite: sind alle Informationen vorhanden, die Bewerber benötigen? Ist das Unternehmen und seine Kultur adäquat dargestellt?
  2. Textierung von Stellenanzeigen & Auswahl der Medien: sucht das Unternehmen in den für die gesuchte Zielgruppe passenden Medien? Sind die Texte an die Zielgruppe angepasst? Wie gestaltet sich der Workflow bis zum Abschluss einer Online-Bewerbung?
  3. Persönlicher Empfang der Bewerber zum Interview: Wie wird der Bewerber im Unternehmen beim Erstkontakt empfangen? Wo darf ein Bewerber Platz nehmen bevor er zum Vorstellungsgespräch gebeten wird? Wird ihm z.B. ein Getränk angeboten?
  4. Gestaltung der Räumlichkeiten, in denen Bewerbungsgespräche stattfinden: Wurde der Raum für das erste Kennenlernen sorgfältig ausgewählt? Was sieht ein Bewerber auf dem Weg zu diesem Raum – welcher Eindruck vom Unternehmen wird ihm vermittelt? An welchen Abteilungen wird er vorbeigeführt? Was nimmt er von den Menschen im Unternehmen wahr?

Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Thema?

  • Sind es häufig kleine Dinge, die den Unterschied machen und die von interessanten Kandidaten geschätzt und als motivierend empfunden werden?
  • Erfordern taugliche HR-Lösungen im Sinne eines effektiven Employer Brandings mehr strategische Empathie als aufwändigen Werbe-Bombast oder ähnliches?
  • Was wollen Sie uns noch zu diesem Thema sagen?

Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen und Meinungen mit uns über die Kommentarfunktion dieses Blogs.

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von:  Mag. Claudia Schwingenschlögl, Fa. SCHWINGENSCHLÖGL Consulting e.U., www.schwingenschloegl-consulting.com in Kooperation mit Mag. Markus Leiter Im Bereich Strategisches Employer Branding – nähere Informationen dazu unter www.workinprogress.at

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